Zielgruppen und Ziele sind wesentlicher Bestandteil Ihrer Strategie, sie definieren ein gewünschtes Ergebnis. Außerdem geben Ziele die Richtung für das gesamte Online Marketing vor. Ähnlich wie in einem Navigationssystem im Auto benötigen wir dafür unseren eigenen Standpunkt und die Koordinaten des Ziels. Im Online Marketing eignen sich Dinge wie die gewünschte Kundengruppe mit ihren soziodemografischen Merkmalen als Koordinaten. Dabei sind Ziele im Online-Marketing in der Regel eine Ableitung übergeordneter Unternehmensziele. Wenn Sie sich ein Bild dafür vorstellen, denken Sie an Ziele, die in Form einer Pyramide festgehalten werden. Die Definition dieser Unternehmensziele verantwortet die Geschäftsführung. Klassische Beispiele solcher übergeordneten Ziele sind u.a.:

  • die Erschließung neuer Märkte,
  • internationale Expansion,
  • die Markteinführung neuer Produkte oder Dienstleistungsangebote oder
  • die Erhöhung des Marktanteils, also mehr Kunden und Interessenten für das eigene Angebot gewinnen.

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Bewährte Ziele im Online Marketing

Zielformulierungen sind immer eine individuelle Angelegenheit, Unternehmen unterscheiden sich schließlich. Allerdings haben sich über die Jahre einige übergeordnete Online-Marketing-Ziele etablieren können. Dazu zählen:

  • Aufmerksamkeit – z.B. in Form von Reichweite
  • Kundengewinnung, Kundenbindung – z.B. in Form bestimmter Aktionen bzw. Interaktion online
  • Konvertierung – z.B. in Form von Abschlüssen, Kauf, Content-Nutzung
  • Engagement, Loyalität, Empfehlung – z.B. in Form von Likes, Shares, Weiterleitungen, Präferenz

Ihre Wunschkunden – Zielgruppen im Fokus

Der einzige Maßstab für den Erfolg Ihres gesamten Online Marketings sollte sein: Ist mein Angebot nützlich und wertvoll für meine(n) Kunden? Oder anders ausgedrückt: Konnte ich meine Kunden mit meinen Inhalten überzeugen, konnte mein Content ihre Fragen beantworten oder kann mein Produkt, meine Dienstleistung ihre Probleme lösen? Kurz: Konnte ich mit dem, was ich im Internet zur Verfügung stelle meine Kunden begeistern?

Von daher lohnt sich jede Minute oder jeder Euro den Sie investieren, um die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppen besser kennen zu lernen. Denn erstaunlich oft machen sich Unternehmen wenig bis keine Gedanken darüber, ob die Kunden oder Zielgruppen online andere sind als z.B. die Laufkundschaft im Laden und welche Gemeinsamkeiten oder Unterschiede diese Online-Zielgruppen charakterisieren.

Um eine klare Sicht auf die eigenen Online-Zielgruppen zu bekommen, hilft oft der Blick von außen. Sie erfahren mehr über die Adressaten Ihrer Online-Marketing-Maßnahmen und deren tatsächlichen Bedürfnisse durch Teamarbeit oder die Unterstützung durch Experten von außen. Hilfreiche Quellen für mehr Information über Wunschkunden sind:

  • Zielgruppen-Workshops unter Beteiligung guter, bestehender Kunden,
  • die Vor-Ort-Befragung möglicher Zielgruppen z.B. durch den Vertrieb oder Außendienst,
  • das Erstellen sogenannter Personas gemeinsam mit Kollegen aus Marketing und Vertrieb,
  • oder einfach ein sehr guter Draht zu den Kundendienst-Mitarbeitern Ihres Unternehmens.

TIPP: Zielgruppen segmentieren
Bereits einige wenige Merkmale reichen aus um eine große Gruppe potenzieller Kunden in kleinere, noch genauer ansprechbare Untergruppen zu segmentieren. Auf kleinere Gruppen runtergebrochen können Sie bei der Umsetzung Ihres Online Marketing-Plans genau die Inhalte übermitteln, die diese Menschen wahrscheinlich am besten finden. Häufig reichen einfache demografische Merkmale wie Wohnort, Altersgruppe oder Berufsgruppe. Auch die Position im Unternehmen kann ausschlaggebend sein, beispielsweise für die Wahl einer Social-Media-Plattform oder des Content-Formats. B2B-Entscheider und Budgetverantwortliche erreichen Sie z.B. eher mit Fachinformationen auf LinkedIn, Influencer auf Twitter und Konsumenten, private Käufer von Waren und Dienstleistungen beispielsweise eher auf Facebook, Instagram oder auch YouTube.