Wenn Sie im Unternehmen nicht die erforderlichen Kenntnisse oder zeitlichen Kapazitäten haben, ist es unter Umständen sinnvoll, wenn Sie sich über einen Agentur-Pitch extern Unterstützung holen. Dies ist im Online Marketing relativ häufig der Fall. Am Markt finden Sie von der freiberuflichen Texterin bis zu großen Netzwerkagenturen oder Spezialdienstleistern alle Arten von Experten.

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Wie wählen Sie die passende Online Marketing Agentur aus?

Haben Sie vor externe Hilfe in Anspruch zu nehmen, stellt sich die Frage, wie Sie mögliche Partner finden und auswählen? Hier ist es manchmal ausreichend und gut, sich an einen Dienstleister zu wenden, der z.B. persönlich bekannt ist oder eine Kollegen-Empfehlung erhalten hat. wenn Sie größere oder komplexere Online Marketing Aufgaben extern und eher langfristig vergeben möchten, lohnt sich ein echtes Auswahlverfahren. Dazu lädt man zwei, drei oder sogar mehreren Agenturen zu einer Art „Wettbewerb“ ein. Im Marketing nennt man ein solches Auswahlverfahren häufig „Pitch“ oder „Agentur-Pitch“ (laut Duden dt. „Verkaufsgespräch“ oder „Wettbewerb von Werbeagenturen um den Werbeetat eines Unternehmens“).

Für den Agentur-Pitch sind einige grundsätzliche Überlegungen wichtig. Erste Orientierung bekommen Sie mithilfe persönlicher Referenzen oder einer klassischen Google-Recherche. Oder Sie fragen im Kollegenkreis nach:

  • Welche Dienstleister werden weiterempfohlen?
  • Wer hat in der Vergangenheit bereits mit wem zusammengearbeitet?
  • Bevorzugen Sie einen Dienstleister „ums Eck“ oder arbeiten Sie genauso gut virtuell, mit Experten deren Firmensitz unter Umständen weiter weg liegt?
  • Reicht Ihnen ein Freiberufler oder brauchen Sie doch eine Agentur oder ein Netzwerk mit mehreren Personen?
  • Suchen Sie ganz generell Online-Marketing-Spezialisten oder Nischenexperten für ein bestimmtes Online Marketing-Thema?
  • Sind Referenzen aus der eigenen Branche wichtig oder ist ein breit aufgestelltes Portfolio eher eine Inspiration für Sie?
  • Welches Briefing erwartet der Partner?
  • Was wiederum erwarten Sie von einem Dienstleister?
  • u.v.m.

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Excel oder eine Tabelle hilft Ihnen bei der Auswahl

Auf diese Weise stellen Sie sich eine Auswahlliste zusammen, die Sie danach Ihren individuellen Anforderungen entsprechend ergänzen, sortieren oder anpassen können. Für all dies hat sich eine Art Tabelle oder Excelliste bewährt in der Praxis, in der Sie Ihre Überlegungen und Rahmenbedingungen festhalten. So sind Sie später in der Lage, schnell und transparent die Dienstleister in Bezug auf die Bedingungen miteinander zu vergleichen. Hier ist eine Skala auf Basis von Schulnoten hilfreich für die spätere Bewertung.

Haben Sie sich für einen Agentur-Pitch entschieden, folgt im nächsten Schritt das sog. „Briefing“ (dt. „Vorgespräch“ oder „Einsatzbesprechung“) derjenigen Partner, die in Ihrer engeren Auswahl stehen. Im Briefing stellen Sie allen teilnehmenden Agenturen rechtzeitig ein präzises, ausführliches, für alle gleiches Dokument zur Verfügung. Außerdem sollten Sie hier gleich allen den Termin zur Ergebnispräsentation mitteilen. Je nach Art und Umfang der Aufgabenstellung, sollten zwischen dem Briefing, der Klärung möglicher Rückfragen und der Vorstellung bei Ihnen im Unternehmen 2-3 Wochen vergehen. Am besten, Sie reservieren gleich einen Besprechungsraum! Nicht vergessen: Stimmen Sie frühzeitig mit allen Beteiligten die Vortragstechnik ab. Und laden Sie die Kolleginnen und Kollegen ein, die mit Ihnen gemeinsam die Auswahl eines Partners entscheiden.

Sind alle grundsätzlichen Rahmenbedingungen geklärt, kann Ihr Agentur-Pitch beginnen – wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Auswahl Ihrer zukünftigen Partner!

TIPP:
Recherchieren Sie nicht nur im Internet. Lernen Sie Ihren möglichen Dienstleister am Arbeitsplatz oder an einem neutralen Ort persönlich kennen. Auf diese Weise finden Sie schnell heraus, ob die „Chemie“ zwischen Ihnen stimmt. Lassen Sie sich bei dieser Gelegenheit Arbeitsbeispiele zeigen. Außerdem sollten Sie sich im Gespräch weitere Details berichten lassen: wie der Dienstleister üblicherweise mit seinen Kunden zusammenarbeitet, welche Tools beispielsweise eingesetzt werden, welche Vorläufe in der Regel angesetzt sind und ähnliches.