Sie haben alle Vorüberlegungen und Analysen zu Zielgruppen und deren Aktivitäten in den sozialen Netzwerken erledigt? Dann können Sie im nächsten Schritt zur Wahl des richtigen Social-Media-Kanals kommen und den geeigneten Social-Media-Kanal bestimmen. Hier entscheiden Sie, welches soziale Netzwerk für Ihre Kommunikation relevant ist. Alle Social-Media-Kanäle haben spezifische Eigenarten, eigene Dynamiken in der User-Kommunikation und unterschiedliche Reichweiten in unterschiedlichen Zielgruppen.
In welcher Form Sie welche Inhalte künftig kommunizieren, hängt von der Wahl der Plattform ab.

Die Auswahl der geeigneten Plattformen

Sie haben Ihre Unternehmensziele festgelegt, Ihre Zielgruppe identifiziert und für die Wahl des richtigen Social-Media-Kanals eine erste Auswahl ins Auge gefasst. Jetzt ist es wichtig, noch einmal gewissenhaft zu überprüfen:

  • Finde ich meine Zielgruppe auf den ausgewählten Kanälen?
  • Wie kommunizieren meine Kunden, Interessenten, Kontakte dort?
  • Welche Angebote erwartet die Zielgruppe?
  • Wie wollen sie mit meinem Unternehmen Kontakt aufnehmen oder halten?
  • Kann ich meine Themen und meine Marke über den ausgewählten Kanal transportieren?

Plattformen – Funktionen und Einsatzmöglichkeiten

Sinnvollerweise unterscheiden Sie die verschiedenen Plattformen danach, welche Funktionen die Menschen dort nutzen , welche Bedürfnisse erfüllt werden und danach, für welchen Zweck Unternehmen diesen Social-Media-Kanal einsetzen können. Hier einige der wichtigsten Plattformen und ihre wichtigsten Funktionen, die Sie für die Wahl des richtigen Social-Media-Kanals kennen sollten:

  • Video-Plattformen (z.B. YouTube, Vimeo): emotionale Darstellung von Inhalten, persönlichere Vorstellung des Unternehmens, Erfahrungsberichte, Erklärvideos, Steigerung und Relevanz bei Suchmaschinen durch Vernetzung (SEO)
  • Soziale (Networking)-Plattformen(z.B. Facebook, XING oder LinkedIn): Kontaktaufnahme, Leadgenerierung, Kunden- und Leserbindung durch Interaktion oder z.B. Organisation des Kundendienstes
  • Audio-Visuelle soziale Plattformen (z.B. Instagram, Pinterest, TikTok): häufig eine Mischung aus Microblogs und audiovisueller Plattform, primär zum Austausch von Bildern, Videos, User-generated Content steht klar im Mittelpunkt des Nutzerinteresses
  • Messenger-Dienste (z.B. WhatsApp): Direkte Kommunikation und Zielgruppenansprache, Kundenservice, Kundenbindung durch persönliche Betreuung
  • Ratgeber (z.B. Frag-Mutti.de, GuteFrage.de oder Wer-Weiss-Was.de): Expertenstatus aufbauen, Darstellung als kompetenter Ansprechpartner
  • Special Interest (z.B. Chefkoch.de, Eltern.de, u.v.m. ): Aufbau bzw. Bekanntheit steigern, Imagebildung und Experten-Reputation
  • Blogs (z.B. Fach-Blogs in Ihrer Branche): Kontaktpflege und Vernetzung mit Multiplikatoren und Meinungsführern
  • Social Commerce Portale (z.B. Spreadshirt.net oder Etsy.com): Empfehlungsmarketing, Aufbau weiterer Absatzkanäle
  • Bewertungsplattformen (z.B. Branchenspezifisch wie z.B. Jameda oder Unternehmensspezfische Seite auf Kununu.de): Steigerung und Relevanz bei Suchmaschinen durch Vernetzung
  • Content Sharing (z.B. Slideshare, Scribbd, Flickr): Erhöhung der Wertschöpfung bestehender Inhalte (Content Marketing), Darstellung Kompetenz, Service durch weitere Informationsangebote, SEO
  • Microblogging (z.B. Twitter, Tumblr): Kontaktpflege mit Multiplikatoren und Meinungsführern, Vernetzung, Aufbau Reputation

TIPP:
Sie müssen nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen! Je nach Ressourcen, die Ihnen zur Verfügung stehen: Konzentrieren Sie sich auf die wirklich wichtigen Social-Media-Plattformen. Aber kommunizieren Sie dort dann wirklich regelmäßig und mindestes über mehrere Monate hinweg. Ein Redaktionsplan hilft Ihnen bei der Vorbereitung und Verteilung Ihrer Inhalte!